;) Naja... Aber schaut man sich mal an, was Leben ist... Nach der Definition im Schuluntericht eine klare Sache. Doch wie kann das erst passieren? Natürlich durch Selbstorganisation und Rückkopplungsschleifen ;) Ja, Leben bedeutet, dass Dinge sich finden und Ordnung entsteht. Diese Ordnung ist das Gegenteil von Entropie, der Unordnung. Wenn wir das Verhalten des Universums ansehen, stellen wir im Gesamten eine Erhöhung der Entropie fest. Und die Dinge scheinen auch nach dem Prinzip zu folgen: eine kaputte Tasse springt nicht in ihre Ursrungsform zurück auf den Tisch. Niemals. Aber eine Schnittwunde an unserem Finger heilt. Wo ist da der Unterschied?
Wichtig ist dabei ein Kräftegefälle. Die Dinge suchen also Harmonie. Und auf dem Weg zur Harmonie gehen die Dinge lustige Wege. Sogar den Weg durch die Zeit. Mit viel Zeit stellt man fest: alles fließt. Da Energie nicht flöten geht, ist Leben nichts weiter als ein komplizierter Durchlauferhitzer.
Warum das so ist, weiß niemand. Darum gehts jetzt auch nicht. Nur die Beobachtung, dass Energie ständig umgewandelt wird. Die Annahme, das Leben kann vielleicht einfach nur der Motivation geschuldet sein, eine Information weiterzugeben, sollte man dabei in Betracht ziehen. Denn das passiert unterm Strich bei jedem Werden. Es werden Bauanleitungen weitergegeben. Damit diese Bauanleitung weitergegeben wird, hat die Natur sich tolle Sachen ausgedacht.
Das Internet steht nun auf der Bühne des Lebens. Tataa. So langsam sind die Menschen produktiver geworden im Umgang mit Informationen. Voilá. Prima Sache das Internet. Man kann sagen, die (Zugriffs-)Geschwindigkeit hat sich deutlich erhöht. Und das auch noch in zwei Richtungen. Fantastisch. Wir können uns jetzt eigentlich schneller mitteilen, was gut und was schlecht ist. Was uns also hilft, ein Kräfteungleichgewicht zu beseitigen. Machen wir das auch? Ich glaube schon.
Das Bespiel der Kinoindustrie ist bezeichnend: Filme wurden dort immer vor dem Wochenende erstaufgeführt. Da die klassische Presse über das Wochenende nicht so aktiv war einst, waren die Einspielsummen primär von der Promotion abhängig. Heute entsteht noch am selben Abend bei Twitter ein Gewitter an persönlicher Meinung. War der Film sehenswert? Oder nicht? Die Wirtschaft muss umdenken, die Gesellschaft muss umdenken. Alle. Informationen breiten sich mit rasender Geschwindigkeit aus. Was aber gut für die Gesellschaft ist, kann in gleichem Maße schlecht für sie sein. Falsche Informationen können sich sogar noch schneller verbreiten. Da wir auch die Information bewerten, sind außergewöhnliche Informationen interessanter. Es kann eine Beschleunigung bzw. Verstärkung stattfinden. Schlecht, wenn Meinungsführer ihre Position ausnutzen. Berlusconi regiert in Italien die klassischen Medien. Und wann regiert der nächste einen großen Teil an Webseiten? China? Nunja. Das bleibt abzuwarten.
Und was hat das jetzt mit Ordnung und Unordnung zu tun? Tja, nur soviel, dass wir scheinbar das Internet nutzen, um einen Überlebensvorteil daraus zu ziehen. Grob gesagt. Wir denken dabei auch immer ökonomischer. Informationen sind ein zunehmend wichtiges Mittel zur Steigerung der Produktivität. Ich glaube, das wird in Zukunft nur noch zunehmen.
Es kann im Internet noch schneller zu einer Selbstorganisation kommen. Das ist gut aber auch gefährlich. Je nachdem, wie man es betrachtet. Die Gefahr besteht bspw. immer dann, wenn ein Staat in etwas totalitäres zurückfällt.