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Vier gewinnt

Zur Zeit überschlagen sich die Meldungen aus dem Hause Apple, Google, Adobe und Microsoft zum Thema: "Software und Inhalte für (Mobile) Endgeräte". Der Kampf scheint entbrannt, wenn es heißt: "Wer schafft den größten und profitabelsten Markt?" Die Schauplätze sind die "Integrated Runtimes" - die Bausteine eines Softwarebaukastens. Und welcher Baukasten jetzt der tollste ist, wird gerade spannend ausgefochten.

Oder soll man sagen: ge-schlamm-catcht? Doch erstmal die Frage: wie ist es denn jetzt im Moment? Oder wie lief es bisher? Adobe hat mit Flash den Non-Plus-Ultra-Standard im Web geschaffen für die alternative Darstellung und Zugänglichkeit von Inhalten. Insbesondere ist da das hausinterne Videoformat und die dahinterstehende Softwaretechnologie zum Einsatz gekommen: Flash. Flash ist ein Plugin für die gängigen Browser. Flash ist mit der Adobe Integrated Runtime einer dieser besagten Softwarebaukästen, aus denen die Applications entwickelt werden.

Diese "Unterbauten" von App-Software beinhalten Hardwareschnittstellen bzw. Möglichkeiten auf Hardware zuzugreifen. Sie beinhalten Funktionen zur Datenstromverarbeitung - also Bilder, Sound, Video oder andere Streams zu lesen und zu schreiben. Und vor allem kümmert sich solch eine Core oder auch Runtime genannt darum, alles darzustellen auf dem jeweiligen Gerät. Alles, was dieser Unterbau kann, kann auch die Application. Die Application nutz den Unterbau. Dieser Unterbau hat je nach Anbieter verschiedene Stärken und Schächen. Man kann sie gar nicht richtig vergleichen, da jeder mit seinem individuellen Funktionsspektrum daher kommt. Versucht man es doch, muss man sich die Frage stellen: was muss und was kann?

Davor jedoch die Feststellung: Ein Browser hat auch einen "Befehlssatz", einen Unterbau. Bei Adobe, bei Apple und bei Google kommt Webkit zum Einsatz. Die drei haben sich da anscheinend auf eine Linie eingeschossen. Aber nur auf den ersten Blick. Denn wenn man es ganz genau nimmt, macht dann doch jeder sein Ding und es unterscheidet sich hier und da. Aber ein Grundtenor ist herauszuhören. Jetzt nur zum Verständnis: ein Unterbau einer App besteht nicht nur aus einer aufgeborten Webkit Render-Engine. Da brauchts noch ein bisschen mehr, um sich auch "glaubwürdige Entwicklungsumgebung für Apps" zu nennen, wo sowas wie Rapid Developing noch ansatzweise gerechtfertigt ist.

Der Hasenfuß: na klar laufen native Apps, also direkt die Hardware angesprochen,  schneller und besser. Doch deren Entwicklungszeit ist nicht immer gerechtfertigt. Das, was alle Anbieter gewährleisten ist der Standard: HTML und Javascript. Ok. Damit lassen sich zwar mittlerweile schnelle, aber immernoch nicht wirklich schnelle Anwendungen realisiseren. Denn dieser Unterbau, diese Software-Schicht frisst Rechenzeit und damit auch Strom, also Akkuleistung. Apple macht es sich einfach, wenn sie sagen, dass alles in C++ entwickelt werden könnte. Das schließt langsame und stromfressende Anwendungen aus. Damit ergeben sich automatisch Vorteile die wiederum für das Gerät sprechen könnten. Die aber mehr oder weniger aufdiktiert sein könnten.

Sucht man einen Kompromiss, also EINE Webkit Engine, die auch ALLE Betriebssysteme berücksichtigt UND das auch noch ein faszinierendes Funktions-Sammelsurium mitführt - ja - DANN - dann müsste man auch allerlei Hardware berücksichtigen. Und das ist wirklich eine Mammutaufgabe. Natürlich eine Never Ending Story.

Webkit ist ja fein. Aber wann wird Cocoa, AIR und Silverlight in einen Topf geschmissen? Also Objective C, AS3 und Javascript sind sich in vielen Dingen ähnlich. Javascript "kommt aus dem Browser", Objective C so ein bisschen aus der C-Ecke und AS3 aus der Flash-Ecke. Javascript ist kein schlechtes Ding ehrlich gesagt. Etwas, woran ich mich persönlich sehr gut gewöhnen könnte.