Mayakalender und das Ende der Zeit... für uns. - Astronomie - Blog - seekwhencer - privates blog

Mayakalender und das Ende der Zeit... für uns.

Am 21. Dezember 2012, zur Wintersonnenwende, findet ein sehr seltenes, für uns beobachtbares Ereignis statt: alle Planeten unseres System zeigen in einer Linie mit der Sonne auf den Mittelpunkt unserer Galaxie, der Milchstraße.

Interessant dabei der Zusammehang, dass der Kalender der Maya an diesem Tage enden soll. Interessant vielleicht auch noch, dass die Maya wahrscheinlich durch eine schnelle Klimaveränderung ausgelöscht wurden. Und warum ist das genau am Winteranfang? Und: wussten die Maya schon damals, vor über 2.000 Jahren, von einer solchen Planetenkonstellation?

Erstmal die Frage: wieso endet der Kalender dann? Oder ist vielleicht nicht einfach nur eine Aufzeichnung gefunden worden, die eben bis dahin niedergeschrieben war? Denn ein Kalender ist ja rechnerisch herleitbar. Ein Kalender endet nicht einfach so, sondern nur die Niederschrift dessen was man Kalender nennt. Also kann man in Frage stellen, ob die Maya wirklich "das Ende" meinen. Oder ob wir, die dieses "Zeichen" interpretieren, vielleicht einfach nur übertreiben?

Die Sonnenwind-Theorie
Was passiert eigentlich, wenn die Planeten so angeordnet sind? Überlappen sich Einflussbereiche? Addieren sich Kräfte hinauf, zu etwas unglaublich unvorhersagbares? Nein!

Man muss sich mal klar machen: Gravitation nimmt doppelt zur Distanz ab. Da draußen ist alles ganz schön groß und ganz schön weit weg. Natürlich haben wir nur unsere Kreisbahn, weil scheinbar die Sonne uns heranzieht, klar. Da die Sonne aber für uns selbst nicht die Entfernung ändert, haben wir auch nichts zu befürchen. Müssen wir Angst haben vor den hinteren Planeten? Ich gaube nicht. Und selbst wenn, würde es insg. das Leben der Erde sogar noch verlängern. Aber es ist einfach nicht zu erwarten, dass wir aus der habitablen Zone geschoben oder gezogen werden.

Und wenn die Magnetfelder sich "verbinden"? Einen Tunnel oder eine Röhre um alle Planeten formt? Und durch diesen dann der Sonnenwind ballert? Dieser dann auf der Erde alle elektrischen Geräte killt?

Zugegeben: zufällig müsste dann die Sonnenaktivität am stärksten sein. Der Zyklus von 11 Jahren, in denen die Sonne ihre Aktivitäten auf- und abschwellen lässt, hat da seinen Höhepunkt. Es kann also tatsächlich zu einer erhöhten Beanspruchung unseres Erdmagnetfeldes kommen. Dieses schützt uns vor kosmischer Strahlung. Wenn diesem Magnetfeld etwas passiert, sind wir dieser Strahlung vielleicht ausgesetzt. Es ist so, dass die Erde noch eine zweite Möglichkeit hat, ein Magnetfeld zu erzeugen. Verschwindet das Erdmagnetfeld, ist das erstmal kein Beinbruch. Wird es jedoch beansprucht, kann das hier unten auf der Oberfläche zu Veränderungen führen.


Bild Quelle: http://bbs.saarburg.bildung-rp.de/emv/mag_feld.htm

Veränderungen, die in der jungen Vergangenheit der Erde bereits stattfanden. Denn Sonneneruptionen schiessen Dinge auf die Reise, die hier unten erstmal alle feinen elektrischen Schaltkreise zerstöhren.

Was das bedeuten kann, wissen Science-Fiction-Autoren nur zu gut. Aber nicht nur diese Menschen. Es existieren mittlerweile Wissenschaftsbereiche, die sich aus botanischen, geologischen, soziologischen und anderen Wissenschaften zusammensetzen und sich genau mit dieser Thematik beschäftigen. In der Technik nennt sich das "Technikfolgenabschätzung" - was aber ableitbar ist in eigentlich alle Wissenschaften, unter Berücksichtigung einer best. Fragestellung: "Wie ändert sich die Welt, wenn eine solche Katastrophe hereinbricht?"

Die Damen und Herren Wissenschaftler haben Szenarien entworfen. Und ein Szenario ist die: "Kein-Computer-funktioniert-mehr-Theorie". Sprich: ein gnadenloser Sonnenwind fegt über die Erde hinweg. Was wäre wenn?

Also wenn bspw. die Sonne für eine Woche ungehindert Sonnenwind zu uns schicken könnte und dieser wäre dann auch noch besonders intensiv. Und nach einer Woche wäre das Erdmagnetfeld wieder hergestellt, jedoch wäre die KS immernoch sehr intensiv - für ein ganzes Jahr... Wäre das für die Tierwelt erstmal wahrscheinlich kein großartiges Problem. Ich glaube einzelne, wenige Arten dürften damit ein Problem haben. Es könnte also Gruppen von Arten dezimieren. Kommt auf die Dauer an. Aber es wird keine Arten auslöschen.

Bei uns Menschen wird die technische Entwicklung einen Zweig einschlagen: zurück zur Mechanik. Elektrische Schaltkreise dürften arg gelitten haben. Demnach richtet sich alles neu aus. Ein technischer Rückschritt ist es ja nicht wirklich, da alles mechanische noch funktioniert. Und dort haben wir auch Fortschritte gemacht. Also ist es kein genereller Rückschritt - sondern eher eine krasse Schieflage.

Bis diese Schieflage überwunden wäre, also wieder Laptops und iPhones existieren, würden vielleicht eins bis zwei Generationen vergehen. Da wir leider ein Rohstoffproblem haben werden und noch nicht bereit sind für diese Zeit, könnte dieser Umstand eine Verzögerung herbeiführen.

Die Natur KANN dabei gewinnen, sie kann aber auch verlieren, weil der Mensch plötzlich massiv Ackerbau betreibe... Dieses könnte wieder eine Verschiebung der Klimazonen herbeiführen und plötzlich können Regionen der Erde bewirtschaftbar werden, die vorher unerschlossen vom Eis bedeckt waren.

Aber selbst dieses Schreckens-Szenario kann die Menschheit locker überstehen. Mit vielleicht ein paar Einbußen, keine Frage - aber vernichtend ist das nicht.