Ich glaube Harald Lesch hat Mal gesagt: "Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch." Und tatsächlich: Leben so wie wir es kennen, kann nur unter den gleichen Umständen enstehen wie bei uns auf der Erde. Und praktisch gelten am anderen Ende des Universums genau die gleichen physikalischen Gesetze wie hier in der Milchstraße. Praktisch muss es ja möglich sein, dass Atome sich zu Molekülen und Molekülketten formieren. Das passiert nicht, wenn es zu heiß oder zu kalt ist. Das passiert auch nicht, wenn kosmische Strahlung auf die Atome donnern. Die Umstände müssen passend sein, damit Leben entstehen kann.
Doch wie wird aus dummer Materie kluge Materie, wie z.B. wir Menschen. Ja. Gute Frage, was? Auf diese Frage gibt es aber noch keine richtige Antwort. Das ist dann das Thema Selbstorganisation. Denn irgendwie wird die Unordnung, die Entropie immer größer. Wir erleben nicht, wie sich ein aufgewühlter Sandhaufen wieder zurückformiert, oder die Scherben einer kaputten Tasse sich wieder zusammenfügen. Trotzdem scheinen sich Elemente selbst zu organisieren und von allein die günstigste Anordnung und Kombination zu finden.
Dass wir die Spitze der uns bekannten Schöpfung sind, erkennt man z.B. daran, dass wir ziemlich gut unsere Umwelt an uns anpassen. Das macht kein anderes Wesen unserem Planeten. Doch ist das intelligent? Wir sind auf der untersten Stufe der Menschenheitsentwicklung. Wir haben noch nicht Mal das Energieproblem gelöst. Von Nachhaltigkeit ganz zu schweigen. Doch soll die Menschenheit irgendwann das Wetter beeinflussen können. Und noch viel viel Später können wir Planeten bewegen und uns Lebensraum selbst schaffen. Das dauert aber noch eine Weile ;)
Frank J. Tippler rechnet in seinem Buch "Die Physik der Unsterblichkeit" recht anschaulich vor, womit wir zu rechnen haben. Fakt ist auf jeden Fall, dass in naher Zukunft die uns bekannten Desktop-Computer das Potential, also die Rechengeschwindigkeit und die Speicherkapazität des menschlichen Gehirns besitzen. Bis dahin werden künstliche Intelligenzen so ausgereift sein, dass sie beendruckende Denkleistung vollbringen können. Doch die Menschheit soll sich durch das Universum fortpflanzen. Sie bevölkern Planeten und basteln sich diese vorher zurecht. Das sollen sie laut Tippler mit dem "Turing-Machine-artigen DNS -Verschicker" vollbringen. Wir bevölkern den Weltraum. Das machen wir mit einer sich selbst reproduzierenden Maschine, die einen Planeten terraformt und bewohnbar macht. Klar ist, dass da an ganz andere Zeitskalen gedacht werden muss. Und vor allem, ob der Menschen dann noch so wie jetzt ist, oder ob er es irgendwie geschafft hat, 300 Jahre und älter zu werden. Nunja. Irgendwann müssen wir hier weg. Es wird immer wärmer.
Das sollen wir schaffen, bis, tataa, das Universum sein Expansions-Maximum erreicht hat und anfängt, sich wieder zusammen zu ziehen. Jaja. Nehmen wir Mal an, es zieht sich wieder zusammen. Das ist aber nur eine der drei Theorien. Es kann sich auch ewig ausdehnen... wer weiß das schon :)
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