Forscher sind sich einig: es muss sie mind. noch einmal in unserer Galaxie geben. Oder vielleicht häufiger. Aber sie sind sich einig, dass unsere Erde kein Einzelfall sein kann. Beweise hat man für die Vermutung bislang zwar noch keine Gefunden - also die zweite Erde. Aber es wird Ausschau gehalten nach Objekten, wo erdähnliche Umstände herrschen. Welche sind das aber genau?
Die Nähe zum Stern ist entscheidend 1.) für die Eigendrehung des Planeten und 2.) für die habitable Zone. In der habitablen Zone kann Wasser die Möglichkeit haben, zumindest häufig in flüssiger Form zu existieren.
Zu groß oder zu klein kann der Planet auch nicht sein, da entweder sehr platte Lebewesen auf ihm wohnen wenn er zu groß ist oder sehr gebrechliche, wenn er zu klein ist. Zudem ein kleiner Planet häufig kein Atmosphäre halten kann.
Ein Magnetfeld wäre von sehr großem Vorteil. Denn hochenergetische Teilchen schiessen sonst ungebremst auf die Oberfläche. Dies führt schnell zu Erbgutbeschädigung bei den Lebewesen. Eine vernünftige Entwicklung von Leben ist ohne Magnetfeld deutlich erschwert.
Die Elementverteilung, also woraus der Planet besteht, sollte ähnlich wie unserer sein. Dann ergibt sich automatisch ein fester Kern, eine flüssiges inneres und eine feste Hülle. Aus diesen Komponenten besteht der "Erd-Dyamo" womit das Magentfeld erzeugt wird.
Flüssiges Wasser ist die Grundlage für schnelles Ausprobieren bei der Entwicklung von Leben notwendig. Nur im flüssigen Wasser haben die Grundbausteine des Lebens die Möglichkeit, sich schnell zu finden.
Die Atmosphäre oder das Luftmeer was die Planetenoberfläche umgibt, sollte natürlich einen ähnlichen Druck haben, wie hier auf der Erde, wenn wir selbst dort wandeln wollten. Ob eine Atmosphäre vom Planeten auch gehalten wird, hängt von seiner Größe ab.
Den Luxus eines Mondes, mit Verlaub, werden wir wahrscheinlich dabei erstmal nicht finden. Das wäre eine Sensation sondersgleichen. Denn: der Mond stabilisiert unsere Rotationsachse. Wenn wir keinen Mond hätten, würde die Erde herumeiern wie der Mars. Denn ohne sich verändernde Rotationsachse haben wir (relativ) konstante Jahreszeiten, Tag und Nach-Zeiten.
Da die chemischen Prozesse am anderen Ende des Universum die gleichen sind wie hierzulande, kann man davon ausgehen, dass bei einer Planetenentstehung unter den Umständen, wie sie hier vorherrschten, auch Planeten entstehen könnten, die erdähnlich sind. Dazu muss man in die Entstehungsgeschichte der Erde schauen und entdeckt einige interessante Dinge:
Beispielsweise konnte hier erst freier Sauerstoff entstehen, als alles Eisen was auf der Eroberfläche herumlag, verrostet war. Diese Phase dauerte "einige" Jahre. Hier auf der Erde gab es in der frühen Erdgeschichte Lebewesen, sog. Blaualgen, die Licht zu Sauerstoff verstoffwechseln konnten. Es gab auch Phasen im Erdleben, wo der Sauerstoffgehalt deutlich höher war als jetzt. Der Planet Erde war schon komplett vereist! Das Wasser muss auch nachträglich den Planeten erreicht haben. Denn zu seiner Entstehungszeit war er viel zu heiß: Wasser würde sofort verdampfen, in den Weltraum entweichen und dort von der kosmischen Strahlung zerstört werden.
Es müssen also nicht nur die Rahmenbedingungen stimmen, sondern es müssen Prozesse in der Entstehungsgeschichte des Planeten - wömöglich noch in der richtigen Reihenfolge und zum richtigen Zeitpunkt - ablaufen.
Die Vermutung liegt nahe, dass in der "Entstehungsgleichung" äußere Einflüsse eine Rolle spielen. Ob Kometen bzw. Kollision mit anderen Himmelskörpern wichtige Einflussfaktoren für das Entstehen von Leben sind, weiß man noch nicht. Aber es liegt nahe...
Sicherlich ist das Thema viel zu komplex, als es hier in drei Worten anzureißen - aber zu verstehen, wie es hier so war und ist, hilft zu verstehen, wonach die Wissenschaft z.Z. sucht: nach der zweiten Erde.
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