Jetzt haben wir es von jemanden, der es wissen sollte, gesagt bekommen: "Vorsicht vorm bissigen Außerirdischen". Stephen W. Hawking, bekannter Astro-Wissenschaftler und Buchautor, sagt, wir sollen uns vor den kleinen grünen Männchen in Acht nehmen. Denn wenn wir mal alles zusammenrechnen, sind die genauso wie wir. Das mag überheblich klingen, oder wie es einigen Wissenschaftlern als Egozentrisch nachgesagt wird, doch beim genaueren studieren der Argumente kann man nur sagen: na klar.
Aber bis es soweit ist, macht man sich erstmal klar, was mit "Kontakt" gemeint ist. Fremde intelligente Zivilisationen per Radiowellen zu erreichen ist etwas anderes, als sie zu besuchen. Macht man sich erstmal die Dimensionen irgendwie verständlich, stellt man fest: das sind ganz schöne Strecken. Die Menschenheit sendet erst seit ca. 100 Jahren Radiowellen aus. Und erst seit ca. 60 Jahren sind sie so stark, dass sie von außen überhaupt wahrgenommen werden können.
Das bedeutet, dass wir in einem Radius von ca. 60 Lichtjahren in alle Richtungen Radiowellen aussenden. Zum Vergleich: die uns nähste Galaxie Andromeda ist 2,5 Millionen Lichtjahre entfernt. Unsere jetzt losgeschickten Radiowellen sind also in 2,5 mio Jahren bei Andromeda. Ob es dann unsere Erde noch gibt, ist fraglich. Zudem die Sendeleistung der jetzigen Emiter noch sehr schwach ist. Die Menschheit müsste ein deutlich leistungststärkeren Wellenemiter bauen. Das kann noch dauern.
Doch selbst wenn wir jetzt ein künstliches Signal am Himmel entdecken, mit "den anderen" zu Kommunizieren ist das eine, das andere ist sie zu besuchen. Das wird ungleich schwerer. Es kann also für die Menscheit bedeuten, dass wir zwar von fremden Leben wissen, aber niemals einen physischen Kontakt zu stande bringen.
Aber zurück zu Stephen's Aussage, sich vorsichtig Außerirdischen zu nähern. Er sagt, sie sind wie wir. Man muss nur zurück in die Menschheitsgeschichte schauen. Man muss sich anschauen, wie das "Prinzip-Leben" funktioniert, dann weiß man, was er meint.
Es gibt den Jäger und den Gejagten. Jeder Strebt danach, sein System zu erhalten und zu verbessern. Sich den Bedingungen anzupassen, das Beste aus den Bedingungen herauszuholen und sogar die Bedingungen bis an die Naturgesetze heran zu beeinflussen. Das hat das Leben zumindest bisher auf der Erde geschafft. Leben ist eine ausgesprochen komplizierte physikalische Prozesskette. Und wenn das alles so hinhaut, wie das die Wissenschaft bisher herausgefunden hat, dann laufen diese Prozesse am anderen Ende des Universums genauso ab wie hier. Wenn also irgendwo der wirklich seltene Zufall vorhanden sein sollte, dass es woanders genauso lief wie bei uns, dann spricht nicht viel dagegen, dass es dann zu Leben kommen kann.
Die für uns momentan relevante Distanz ist maximal die Hälfte des Radiowellen-Radius um die Erde. Also rund 30 Lichtjahre. Wenn also JETZT eine künstliche Antwort auf unser Signal hier ankommt, dann haben die nach 30 Jahren "on Air" bei uns unser Signal empfangen, sofort drauf geantwortet und zurück 30 Jahre. Wenn die unser Signal sogar irgendwie lesen könnten, dann haben die sowas gesehen:
Was die wohl gedacht haben? ;) Zumindest gibts im Radius von 30 (Licht-)Jahren um die Erde vielleicht so 100 sonnenähnliche Sterne. WENN einer von diesen Sternen vielleicht so einen schnuckeligen Planeten in der habitablen Zone hat, und, und, und... ja dann... Dann Vorsicht, laut Hawking.
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