Pilea Peperomioides, hierzulande auch Ufo-Pflanze genannt, bekam ihren umgangssprachlichen Namen wohl durch ihre Blattform. Denn die sind rund wie Ufos. Manche sagen, sie sehen aus wie kleine Teichrosenblätter. Die aus Asien stammende Brennessel eignet sich in unseren Breiten gut als Zimmerpflanze. Sie sieht nicht nur außergewöhnlich aus, sie ist es auch. Denn erhältlich im Handel ist diese Pflanze selten bis gar nicht. Zumindest habe ich sie in keinem Baumarkt oder Blumenfachgeschäft gesehen.
Es ist eine relativ sonnenhungrige Pflanze. Nicht, dass sie mit wenig Licht nicht auskommen würde - aber sie zeigt einen verstärkten Wuchs, wenn sie lichtnah gestellt wird. Jedoch: direkte Sonne über mehrere heiße Sommertage hinweg sowie allzu trockene Luft verträgt sie nicht so gut. Darum ist sie ideal für ein Platz am Fenster, zum Beispiel im Bad. Aber auch im Terrarium macht sie sich bestens.
Wie man auf dem Bild sieht, erreicht die Pflanze eine angenehme Größe. Die kleinste von ihnen ist keine zwei Wochen alt. Rechts die Pflanze ist ca. zwei Monate, links ca. 6 Monate und die hinten ca. zwei Jahre alt. Erst nach dem dritten Jahr fangen sie an zu blühen.
Dieses Bild zeigt, wie die Pflanze anfängt, "Kinder" zu bekommen. Das kann sie sogar schon im ersten Jahr. Es wird unterschieden zwischen Ablegern die aus der Wurzel kommen und welchen, die vom Stamm abwachsen. Ab einer Größe von 5 Blättern und einer Stammlänge von 4 cm kann man einen Ableger vom Stamm trennen. Herkömmliche Blumenerde genügt und darin eingesetzt wurzelt der Ableger nach 1-2 Wochen. Ableger von der Wurzel kann man mit einem Cutter einfach trennen. Entwerder man macht das beim Umtopfen oder zwischendurch. Der Ableger von der Wurzel kann ruhig noch ein wenig Wurzelwerk haben. Je nach Größe des Ablegers entsteht schneller eine neue Pflanze.
Jenachdem in welcher Jahreszeit man die Ableger aussetzt, um so schneller gedeiht die neue Pflanze. Denn sie wollen Licht. Was im Sommer einen Monat dauert, kann auch den ganzen Winter brauchen. Daher ist es gefährlich, im Herbst zu kleine Ableger auszusetzen. Diese können eingehen. Was jede Pflanze im Winter macht: sie verliert Blätter. So auch die Ufo-Pflanze. Also nicht wundern, wenn eine einjährige Pflanze über den Winter mehr als die Hälfte ihrer Blätter verliert. Das ist wie ein Winterfell und wird abgestoßen. Die Blätter senken sich meist nach unten (lassen sich hängen) und dann werden sie gelb und fallen ab. Man sollte Sie regelmäßig einsammeln, sonst besteht Schimmelgefahr.
Es wächst ein Stamm, der mit der Zeit auch kräftiger wird. Von unten nach oben wachsen, nachdem die Blätter abgefallen sind, neue Ableger. Der Stamm steht unter guter Belastung und kann und sollte ab 2 Jahren gestützt werden. Die Blätter suchen sich schnell den Weg zum Licht, darum sollte die Pflanze regelmäßig gedreht werden. Sie kann, wenn man sie nicht dreht, unverhältnismäßig kahl sein an der dunklen Seite.
Gießen muss man sie schließlich auch. Das kann aller 1-2 Wochen passieren. Die Erdoberfläche sollte nicht länger als 4 Tage feucht sein. Längere Trockenheit UND übermäßges Gießen straft sie mit Blattverlust sofort ab. Da kann in einem heißen Sommer eine Woche ungegossen schon zuviel sein. Oder über eine Woche feuchte Erde ebenso... Doch zum Glück: je älter die Pflanze wird, umso härter wird sie im Nehmen. Bis zur ersten Blüte sollte man sich um sie gut kümmern. Danach kann man auch mal ohne zu gießen zwei Wochen in den Urlaub.